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Willkommen auf meiner Hompage Restaurator Mauro Ferrari
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2013  25 Jahre  Restauratore Ferrari Mauro
 ‹Vielen würde es fehlen› Angeschossen: In der Christusfigur (hier rechter Oberschenkel-/Kniebereich, finden sich Dutzende Einschusslöcher von Schrotkugeln. (Bild: Bilder: z. Vfg.) Das Wegkreuz bei der Bahnunterführung im Lüchinger Riet sieht wieder fast aus wie neu. Mauro Ferrari hat es diesen Sommer restauriert. MAX TINNER LUECHINGEN. Wo die Lüchinger Rietstrasse die Bahnlinie unterquert, steht in Richtung Marbach – unter ausladenden Bäumen – ein altes Wegkreuz. Es zeugt von einer Zeit, in der der Glaube der Rheintaler Bevölkerung grössere Bedeutung hatte und erlebtes Glück noch eher dem Herrgott unterm Wegkreuz verdankt wurde als heute. Und doch: Als Restaurator Mauro Ferrari das Christusbildnis diesen Sommer vom Kreuz holte, um es im Auftrag der Katholischen Kirchgemeinde Lüchingen zu restaurieren, fühlten sich einzelne Spaziergänger, die beim Bänkli neben dem Wegkreuz rasteten, vor den Kopf gestossen. Ob der Jesus denn ja wieder dran käme, hätten sie gemeint. Ferrari konnte sie beruhigen. Strassenstaub und Vogeldreck In den 20 Jahren seit der letzten Restaurierung hatten Wind und Wetter dem Wegkreuz arg zugesetzt. Dass nicht wenige das schmale Strässchen als Schleichweg von der Altstätter Kriessernstrasse nach Marbach benutzen, kommt dem Zeugnis früherer Volksfrömmigkeit ebenfalls nicht gerade zugute: Mauro Ferrari musste festgesetzten Strassenstaub ebenso vom Bildnis entfernen wie Vogelkot, der sich in die Farbe gefressen hat. ‹Es wäre nicht schlecht, solche im Freien stehenden Figuren alle zwei, drei Jahre fachmännisch reinigen zu lassen›, empfiehlt er, ‹aber eben: dazu fehlt den Kirchgemeinden meist das Geld.› Auf Jesus geschossen Auch Farbabplatzungen galt es auszubessern und die Vergoldungen mit neuem Blattgold wieder herzustellen. Und Löcher mussten ausgebessert werden – sogar Einschusslöcher: Irgendjemand hat vor Jahren einmal mit Schrot auf die Christusfigur geschossen. Ganz fehlte die INRI-Tafel – die lateinische Abkürzung auf der Kreuztafel bedeutet ‹Jesus von Nazaret, König der Juden› und stellt quasi das Vergehen dar, mit dem Pontius Pilatus die Kreuzigung rechtfertigte. Die am Lüchinger Wegkreuz verlorengegangene Tafel hat der Holzbildhauer Robert Hangartner anhand von Fotos, die Mauro Ferrari vor Jahren gemacht hat, rekonstruiert. Ferrari hat die Tafel dann nach derselben Vorlage bemalt. Nun sieht das Wegkreuz wieder fast aus wie neu. Und auch als Mauro Ferrari die Christusfigur wieder an ihren angestammten Platz am Wegkreuz zurückbrachte, sassen Spaziergänger auf dem Bänkli. Sie lobten Ferrari für die gelungene Restauration. Dies freut ihn nicht nur, es zeigt ihm auch, dass wohl nicht wenige das Wegkreuz vermissen würden, stünde es eines Tages nicht mehr da. Die frühere Volksfrömmigkeit ist offenbar doch noch nicht ganz verloren.
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